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Gesundheitsprogramm für Mitarbeiter
03.06.2016 Mit einem gesunden Grillen zur Mittagspause startet für alle Mitarbeiter unser neues... Mehr

Wer wir sind

 

Der Grundstein

Gudrun und Peter Richter kauften 1993 das alte Giersleber Rittergut, um im Herrenhaus eines der ersten privaten Altenpflegeheime der Region aufzubauen. Als Diplom-Krankenschwester und langjährige Oberin des Aschersleber Krankenhauses brachte Gudrun das pflegerische Fachwissen, Peter als Elektromonteur und Ingenieur für Automatisierungstechnik fundiertes technische Kompetenz mit. Ganz bewusst entschieden sie sich für einen Standort auf dem Land, um den Menschen auch bei Pflegebedürftigkeit ein Leben im Dorf und mit dem Dorf zu ermöglichen. Gemeinsam mit ihrem Sohn Stephan Richter (Dipl.-Wirtschaftsjurist) bauten sie zudem im Laufe der Jahre den ambulanten Pflegedienst APAS auf, der vielen Pflegebedürftigen das Bleiben in ihrem Zuhause ermöglicht. Im benachbarten Ort Groß-Schierstedt betrieben sie mit dem Lindenhof im alten Schulhaus ein gemütlich-kleines Altenpflegeheim, das 2013 leider baulich bedingt schließen musste. Ein Stück weiter in Aschersleben retteten sie 2002 eine verfallene Industriellen-Villa, in der nun ihr Altenpflegeheim "Villa Richter" beheimatet ist, sowie die Zentrale des ambulanten Dienstes. Stephan setzt sich als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des bpa Schsen-Anhalt zudem intensiv für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Versorgungsmöglichkeiten in der Pflege ein. 2009 traten Gurdrun und Peter Richter ihren Ruhestand an und übergaben die Leitung der Unternehmen der nächsten Generation.

 

Der Wandel

Die Pflegeunternehmen sind und bleiben der Kern der familären Unternehmensgruppe. Doch "Richters" stehen mittlereile für einiges mehr: Zum Gesamtdenkmal „Giersleber Rittergut“ gehören neben dem Haupthaus noch fünf Nebengebäude, die Stephan und seine Frau Jana (Diplom-Journalistin, ebenfalls mit Krankenschwester-Mutter) erhalten, sanieren und zukunftsorientiert nutzen wollen. 2012 gründeten sie die Richter Manufaktur Förderung, in dem verschiedenste hochwertige Produkte in Handarbeit entstehen, und die noch in diesem Sommer in das erste sanierte Nebengebäude einziehen wird. Ein Schwerpunkt der Manufaktur liegt im Schneiderhandwerk, das traditionell in der Region stark vertreten war. Um das handwerkliche Fachwissen nicht zu verlieren, einen hochwertigen Gegenpol zur Massenware zu setzen, und weitere Arbeitsplätze auf dem Land zu schaffen, arbeitet die Manufaktur mittlerweile für gewerbliche Partner und Endkunden aus ganz Deutschland. Die Richter Denkmalpflege soll den Umbau eines weiteren Nebengebäudes realisieren. Es sollen kleine Wohnungen entstehen, die sowohl den Bedürfnissen junger Menschen entsprechen, als auch Menschen fortgeschrittenen Alters, oder gar Pflegebedürftigen. Mit einem eigenen Energie-Unternehmen betreibt die Familie nun seit 2012 größere Photovoltaikanlagen auf Gebäude-Dächern, sowie Blockheizkraftwerke. Erzeugte Wärme und Strom speisen die Altenpflegeheime, sowie die neuen Eigenunternehmen. In allen Bereichen zusammen arbeiten derzeit etwa 100 Menschen.

 

Die ganzheitliche Achtsamkeit

Der rote Faden, der all diese scheinbar sehr verschiedenen Bereiche verbindet, ist sehr ganzheitlich: Der demographische Wandel wird unsere Region hier stark verändern. Wenngleich Altenpflege in Zukunft noch wichtiger werden wird, sehen Jana und Stephan Richter im Anbieten qualitativ hervorragender und menschenfreundlicher Pflege zwar einen guten Baustein, jedoch  keinen genügend großen Beitrag für den gesamtgesellschaftlichen Erhalt der Region. Manufaktur, Denkmalpflege, Energie: Alle Projekte dienen dem strukturellen, sozialen und kulturellen Erhalt des dörflichen Lebens und der Stärkung der gesamten Region. Flexible Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe mit hohem handwerklichen Anspruch bieten Perspektiven sowohl für nach der Wende „ausgemusterte Mitfünfziger“, als auch für den Nachwuchs. Kleiner hochwertiger Wohnraum soll der Landflucht von Jung und Alt entgegen wirken. Und die energetische Selbstversorgung durch die Energie-UG soll neben den gewünschten ökologischen Effekten möglichst unabhängig machen von Preissteigerungen der Großkonzerne und so die kalkulatorische Sicherheit erhöhen. Gemeinsame Aktionen mit Vereinen, Kitas und Schulen fördern den dörflichen Zusammenhalt und bewahren das dörflich-geprägte Kulturgut. Die eigenen vier Kinder sind zudem ihr ganz persönlicher Beitrag - und ihr größter Schatz.

 

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